Neuburg an der Donau, Verwaltungszentrum in Bayern, Deutschland
Neuburg an der Donau ist eine Kreisstadt in Bayern am nördlichen Ufer des Flusses, mit einem erhöhten historischen Kern aus Renaissance-Fassaden und engen Gassen. Die Stadtmauer umschließt noch heute das Zentrum, während neuere Wohnviertel sich jenseits der alten Grenze ausdehnen.
Die Siedlung wuchs aus einer bronzezeitlichen Ansiedlung zu einem römischen Kastell heran und wurde später von 1557 bis 1742 zur Hauptstadt eines Fürstentums unter den Wittelsbachern. Die Stadt verlor nach der Eingliederung in Kurbayern ihre politische Rolle, behielt aber ihre Verwaltungsfunktion als regionales Zentrum.
Der Name der Stadt stammt von ihrer Position als neue Befestigung an der Donau und die Altstadt bewahrt ihre historische Funktion als Zentrum einer Residenzstadt. Lokale Traditionen sind weniger auffällig als die Architektur selbst, die noch immer den Eindruck einer herzoglichen Verwaltungsstadt vermittelt.
Der Bahnhof liegt etwa zwei Kilometer vom historischen Zentrum entfernt und bietet Regionalbahn-Verbindungen nach Ingolstadt und Ulm. Besucher können die Altstadt leicht zu Fuß erkunden, da die meisten Sehenswürdigkeiten innerhalb der Stadtmauer in kurzer Entfernung zueinander liegen.
Das Schloss beherbergt die erste protestantische Kirche, die in Deutschland errichtet wurde, ein Zeugnis der religiösen Veränderungen unter Herzog Ottoheinrich im 16. Jahrhundert. Die Kirche entstand innerhalb der Palastmauern, was die enge Verbindung zwischen fürstlicher Macht und religiöser Reform zur Zeit der Reformation zeigt.
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