Ziegelwerder, Geschützte Binneninsel in Schwerin, Deutschland
Ziegelwerder ist eine 30 Hektar große Binneninsel im südlichen Schweriner See, die vor etwa 20.000 Jahren als Teil eines unter Wasser liegenden Höhenrückens entstand. Der Kern besteht aus Geschiebemergel; im Norden liegen Uferwälder und eine Streuobstwiese, während der Süden, der nicht betreten werden darf, sich zu Vorwald entwickelt hat.
Die Insel wurde im 19. Jahrhundert durch eine Ziegelfabrik geprägt, die Baumaterialien für viele Gebäude in Schwerin lieferte. Nach der Schließung der Fabrik entwickelte sich das Gelände allmählich zu einem geschützten Naturraum.
Der Name Ziegelwerder stammt vom Tonabbau für eine Ziegelei und von der Kalkgewinnung auf der Insel; im 19. Jahrhundert war sie durch den Betrieb nahezu baumfrei. Der Südteil darf nicht betreten werden, das frühere Betriebsgelände ist also nicht zugänglich; der Nordteil ist Privatgelände mit einer bewohnten Hofstelle, auf der eine Person lebt.
Besucher können die nördliche Seite der Insel erkunden, während der südliche Abschnitt aus Naturschutzgründen gesperrt bleibt. Ein 100 Meter breiter Wasserschutzbereich rund um die Insel schränkt Wassersportaktivitäten ein.
Der für Besucher gesperrte Südteil der Insel ist zu Vorwald geworden, während am Nordufer Strandwälle und Erlenbruchwälder entstanden, nachdem der Wasserstand durch den Bau des Störkanals sank. Bis 1970 gab es im Norden zwei Bauernhöfe; bis heute existiert eine bewohnte Hofstelle mit einer Person.
Die Community neugieriger Reisender
AroundUs vereint tausende ausgewählte Orte, lokale Tipps und versteckte Schätze, täglich bereichert von über 93.989 Mitwirkenden weltweit.