Spitzwecken von Ovelgönne, Archäologischer Brotfund in Buxtehude, Deutschland
Die Ovelgönner Semmel ist ein verkohltes Brotstück, das bei Ausgrabungen in einer Lehmgrube bei Buxtehude gefunden wurde und auf die Zeit zwischen 800 und 500 v. Chr. datiert wird. Das Fragment ist klein und zeigt die einfache, runde Form, die damals beim Brotbacken üblich war.
Das Brotstück wurde 1952 bei Ausgrabungen in einer Lehmgrube entdeckt und in die Eisenzeit datiert, also in die Zeit zwischen 800 und 500 v. Chr. Es ist einer der ältesten erhaltenen Brotreste, die in Norddeutschland gefunden wurden.
Das Brot zeigt, dass Menschen in der Region vor über 2.500 Jahren bereits Getreide verarbeiteten und zu kleinen Fladen formten. Solche Funde helfen dabei, den Alltag längst vergangener Gemeinschaften greifbar zu machen.
Das Original und eine Nachbildung sind dauerhaft im Archäologischen Museum Hamburg in Harburg ausgestellt. Der Besuch eignet sich gut in Kombination mit anderen Funden aus der Eisenzeit, die im selben Museum gezeigt werden.
Bei der Untersuchung des Fragments wurden zwei winzige Metallpartikel im Teig gefunden, was auf eine unbeabsichtigte Verunreinigung beim Backen hindeutet. Dies zeigt, dass die Zubereitung von Nahrung damals nicht unter kontrollierten Bedingungen stattfand.
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