Kernkraftwerk Krümmel, Kernkraftwerk in Geesthacht, Deutschland.
Das Krümmel-Kernkraftwerk ist eine stillgelegte Anlage in Geesthacht an der Elbe, die 1983 in Betrieb ging. Die Infrastruktur besteht aus einem Reaktorgebäude, Kühlsystemen und Nebeneinrichtungen, die jetzt in einem Rückbauprozess systematisch abgebaut werden.
Die Anlage entstand in den 1970ern und speiste von 1983 bis 2011 Strom ins deutsche Netz ein. Nach der Kernenergie-Reformgesetzgebung 2011 folgte die schrittweise Stilllegung aller deutschen Kernkraftwerke.
Das Kraftwerk steht für Deutschlands Energiewende und zeigt, wie die Gesellschaft ihre Stromerzeugung neu bewertet hat. Der Ort erinnert an die breite öffentliche Debatte über Kernenergie, die das Land geprägt hat.
Der Ort ist schwer zugänglich, da es sich um ein aktives Abbauprojekt auf einem gesicherten Gelände handelt. Besucher sollten sich vorab über mögliche Besichtigungsmöglichkeiten informieren, da der Zutritt normalerweise eingeschränkt ist.
Das Reaktordesign des Krümmel wurde auch in drei anderen deutschen Anlagen verwendet und unterschied sich bewusst vom österreichischen Zwentendorf-Modell, das nie in Betrieb ging. Diese Gemeinsamkeiten zeigen, wie europäische Länder verschiedene Wege bei der Kernenergie-Entwicklung einschlugen.
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