Totenhaus von Tesperhude, Bronzezeitliche Grabstätte in Tesperhude, Deutschland
Das Totenhaus ist eine rechteckige Steinstruktur aus der Bronzezeit mit zwei Grabmulden, die einst Holzsärge enthielten. Die Reste einer jungen Frau und eines Kindes wurden darin beigesetzt und später mit einem Erdhügel überdeckt.
Die Ausgrabungen von 1933 unter der Leitung von Karl Kersten legten die Überreste frei und zeigten Hinweise auf Bestattungen um 1200 v. Chr. Die Holzsärge wurden nach altem Brauch während der Truerritualo verbrannt.
Der Bestattungsplatz zeigt Spuren von Feuerzeremonien, die mit Holzstrukturen verbunden waren. Besucher können heute noch erkennen, wie wichtig solche Rituale für die damalige Gemeinschaft waren.
Der archäologische Ort liegt in der Nähe von Grünhof und Tesperhude im Kreis Herzogtum Lauenburg und ist relativ zugänglich. Das Gelände ist eher offen, daher sollte man auf die Bodenbeschaffenheit achten und geeignetes Schuhwerk mitbringen.
Dorfbewohner bewahrten über Generationen hinweg eine mündliche Überlieferung von großen Feuern auf dem Hügel, die sich später durch die Ausgrabungen als Begräbnisfeuer erwiesen. Diese lange Erinnerung verbindet das moderne Dorf unmittelbar mit seinen prähistorischen Wurzeln.
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