Bilal-Moschee, Moschee nahe der RWTH Aachen Universität, Deutschland
Die Bilal-Moschee ist ein quadratischer, dreigeschossiger Bau mit Kuppel und Minarett, der klassischen Moscheebau, klassische Moderne und zeitgenössischen Kirchenbau vereint. Ihr ursprünglicher Baukörper mit Hof und angrenzendem Gebetssaal entsprach dem Typus der arabischen Stützenmoschee. Außen und innen hatte sie Sichtbetonfassaden, die Kuppel des Treppenturms und die Lichthauben über dem Gebetssaal waren mit Zinkblech verkleidet.
Der Bau der Moschee begann 1964 und wurde 1971 abgeschlossen, in einer Zeit, als die muslimische Gemeinschaft in deutschen Städten spürbar wuchs. Sie gilt als eine der ältesten nach dem Zweiten Weltkrieg errichteten Moscheen in Deutschland.
Die Moschee ist nach Bilal al-Habaschi benannt, dem ersten Muezzin im Islam. Ihre Gemeinde, eine der ältesten islamischen Gemeinden Deutschlands, trägt das Islamische Zentrum Aachen, das sich im Aachener Gesprächskreis ‚Religionen für den Frieden‘ und im ‚Christlich-Islamischen Frauengesprächskreis‘ engagiert. Das Zentrum distanziert sich von Vorwürfen einer Verbindung zur syrischen Muslimbruderschaft.
Die Moschee liegt in der Nähe der RWTH Aachen und ist vom Stadtzentrum gut zu Fuß erreichbar. Besucher sollten angemessene Kleidung tragen und zu Gebetszeiten mit mehr Besuchern rechnen.
Im Jahr 2012 wurde die Moschee als Baudenkmal eingetragen, was sie zu einem der wenigen Sakralbauten islamischer Tradition macht, die in Deutschland unter Denkmalschutz stehen. Dieser Status hebt sie auch aus architekturhistorischer Sicht hervor.
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