Schlüttsiel, Hafenterminal im Kreis Nordfriesland, Deutschland.
Schlüttsiel ist ein Fährterminal an der nordfriesischen Küste in der Gemeinde Ockholm, Kreis Nordfriesland, und dient als Hauptabfahrtspunkt für Passagiere und Fahrzeuge in Richtung der Inseln Föhr und Amrum. Der Hafen verfügt über Anlegestellen für Fährschiffe sowie eine Anlage zum Be- und Entladen von Fahrzeugen direkt am Wasser.
Der heutige Terminal wurde 1959 eröffnet und ersetzte den älteren Hafen Bongsiel, der zuvor für den Inselverkehr genutzt worden war. Der Wechsel war nötig, weil der neue Standort bessere Tiefenverhältnisse und eine zuverlässigere Zufahrt für größere Schiffe bot.
Schlüttsiel ist für die Inselbewohner von Föhr und Amrum der wichtigste Zugang zum Festland, und dieser Rhythmus ist im Alltag spürbar. Wenn die Fähre anlegt, treffen Schulkinder, Pendler und Lieferwagen aufeinander, was dem Ort ein lebendiges, aber bodenständiges Gepräge gibt.
In den Sommermonaten ist das Aufkommen deutlich höher, und es empfiehlt sich, früh anzureisen, vor allem wenn man ein Fahrzeug mitnehmen möchte. Das Terminal bietet Wartebereiche, Toiletten und einen kleinen Imbiss direkt am Kai.
Im Hafen gibt es eine Schleuse, die einen künstlichen Wasserkanal offenhält, sodass Fähren auch bei Ebbe anlegen können, ohne auf den Tidenhub warten zu müssen. Das ist in der Nordsee ungewöhnlich, wo viele kleine Häfen bei Niedrigwasser trocken fallen.
Die Community neugieriger Reisender
AroundUs vereint tausende ausgewählte Orte, lokale Tipps und versteckte Schätze, täglich bereichert von über 60,000 Mitwirkenden weltweit.