Bornheimer Depot, Verkehrsdepot im Stadtteil Bornheim, Frankfurt, Deutschland
Das Depot Bornheim war eine Verkehrsanlage in Frankfurt mit 13 Innengeleisen und einem Außengleis, die sich über ein großes Areal im Stadtteil Bornheim erstreckte. Die Anlage diente als wichtiger Umschlagplatz für Straßenbahnen und war eines der größeren Betriebshöfe der Stadt.
Die Anlage wurde 1902 gegründet und ersetzte einen älteren Pferdebahn-Depot, um den wachsenden Bedarf an modernem Straßenbahnverkehr zu decken. Sie blieb in Betrieb, bis der Standort 2003 aufgegeben wurde und einer Neu- und Umnutzung Platz machte.
Der Ort war unter Anwohnern als 'Kadolisches Debbo' bekannt, was die starke Präsenz der katholischen Arbeiterbewegung in der Gegend widerspiegelt. Diese religiöse und soziale Prägung war im täglichen Leben des Viertels spürbar und prägte die Gemeinschaft über lange Zeit.
Das ehemalige Gelände wurde in eine gemischte Nutzfläche umgewandelt, auf der heute Wohngebäude, ein Parkhaus und ein Supermarkt untergebracht sind. Besucher können das Gelände heute als normales Stadtviertel mit modernen Wohnblöcken und alltäglichen Einzelhandelsflächen erleben.
Der Ort war der Endpunkt der Ebbelwei-Express-Linie, eines Tram-Services, der mit traditionellem Frankfurter Apfelwein verbunden war. Diese besondere Verbindung verband den alltäglichen Betrieb des Depots mit einem der kultigsten Symbole der Frankfurter Gastronomiekultur.
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