Borschemich, Ehemaliger Stadtteil in Erkelenz, Deutschland
Borschemich war ein Ortsteil von Erkelenz in Nordrhein-Westfalen, der sich über mehrere Quadratkilometer erstreckte und unter dem Boden Sand-, Kies- und Kohleflöze barg. Das Gebiet lag inmitten einer Region mit umfangreichen Rohstoffvorkommen, die später für den Bergbau erschlossen wurden.
Der Ort wurde 898 erstmals als Birsmiki urkundlich erwähnt und gehörte im Laufe der Jahrhunderte verschiedenen kirchlichen und weltlichen Herrschaften an. Im 20. Jahrhundert führte der Bergbau zum allmählichen Niedergang und schließlich zur völligen Umsiedlung der Bewohner.
Die Sankt Martinus Kirche, erbaut zwischen 1906 und 1907, zeigte neugotische Architektur mit einem dreistöckigen Glockenturm von 35 Metern Höhe.
Das Gebiet ist heute nur noch als Landschaft mit Spuren bergbaulicher Aktivität zu sehen, da die Umsiedlung aller Bewohner bis 2017 abgeschlossen war. Eine Besichtigung erfordert ein Verständnis für die Geschichte des Tagebaus in dieser Region.
Archäologische Grabungen 2013 brachten Überreste einer römischen Villa und mehrere Begräbnisstätten aus der Antike zum Vorschein. Diese Funde zeigen, dass die Gegend bereits in der Römerzeit besiedelt und genutzt wurde.
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