Eiertunnel, Fußgängertunnel in Bad Kleinen, Deutschland.
Der Eiertunnel ist eine unterirdische Fußgängerpassage unter den Eisenbahngleisen in Bad Kleinen mit einer markanten eiförmigen Querschnittsform aus Ziegelsteinen. Die Passage verbindet die Altstadt mit dem Ufer des Außensees und ermöglicht Fußgängern, die Bahnlinie trockenen Fußes zu unterqueren.
Die Passage wurde 1896 errichtet, um die Badeanlagen am Außensee mit dem Stadtzentrum zu verbinden. Die Konstruktion unter der Leitung von Armin Steyerthal ermöglichte es, die damaligen Eisenbahnstrecken zu unterqueren und die Verbindung zwischen Kurort und Seeufer zu schaffen.
Der Name "Eiertunnel" kommt von der charakteristischen eiförmigen Gestalt des Tunnels, die man beim Durchgang deutlich sieht. Die Ziegelbauweise und die gewölbte Form prägen bis heute das Bild dieser Fußgängerpassage.
Der Tunnel ist leicht zu erreichen vom Stadtzentrum aus und dient als direkter Fußweg zu den Seeufer-Bereichen ohne Umwege über Straßen. Besucher sollten beachten, dass die Passage unterirdisch ist und bei schlechtem Wetter trocken bleibt, allerdings in den Wintermonaten kalt sein kann.
Eine Belüftungsöffnung in den dicken Ziegelmauern sorgt dafür, dass der Tunnel trotz seiner Lage unter der Erde nicht muffig wird und ausreichend Luftzirkulation hat. Dieses Detail der Architektur zeigt, wie praktisch die Ingenieure des 19. Jahrhunderts Alltagsprobleme lösten.
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