Schloss Overhagen, Renaissanceschloss in Lippstadt, Deutschland.
Schloss Overhagen ist ein langgestreckter, zweigeschossiger Renaissancebau von 1619 auf zwei Inseln, der auf drei Seiten von Gräften umgeben ist. Zwei diagonal zum Hauptbau versetzte Eckpavillontürme tragen hohe, gestufte Barockhauben. Die parkseitige Schaufassade zeigt auf Putz rote Bänder mit geometrischen Formen, zwischen denen Diamantquader und figürliche Ziersteine mit Tierköpfen, menschlichen Porträts und Fratzen sitzen.
Eine erste Erwähnung des Ortes stammt von 1203, als die Herren von Overhagen ihn besaßen; noch im selben Jahrhundert ging der Besitz an die Familie von Schorlemer über. 1619 wurde der alte Bau abgerissen und durch einen Neubau im Stil der Lipperenaissance ersetzt, entworfen von Laurenz von Brachum dem Jüngeren. Die Familie lebte bis 1945 im Schloss und verpachtete die Anlage 1962 an einen Schulverein.
Die Schule nutzt das Schloss aktiv für ihren Unterricht, und die Schüler lernen täglich in Räumen, die ursprünglich für Adelsfamilien entworfen wurden. Der Ort verbindet damit Schulalltag mit der Erfahrung, sich in historischen Mauern zu bewegen.
Das Schloss steht im Lippstädter Stadtteil Overhagen, nicht in der Innenstadt. Seit 1962 ist es an einen Schulverein verpachtet und beherbergt ein privates Gymnasium, sodass die Innenräume nicht für Besucher offenstehen. Die von Gräften umgebene Außenanlage und die parkseitige Fassade sind von den umliegenden Wegen aus zu sehen.
Die Fassade des Schlosses ist mit aufgesetzten Steinornamenten geschmückt, die verschiedene Motive wie Blüten, Tiere und andere Formen darstellen und so eine ungewöhnliche dreidimensionale Dekoration schaffen. Diese Ornamente ragen aus der Wand hervor und bilden damit ein seltenes Beispiel dieser Dekorationstechnik aus der Renaissancezeit.
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