Bundesbüdchen, Denkmalgeschützter Kiosk im Stadtteil Gronau, Bonn, Deutschland
Das Bundesbüdchen ist ein ehemaliger Kiosk im Bonner Stadtteil Gronau, der durch seinen ovalen Grundriss und seine umlaufenden Fensterbänder aus dem Stadtbild hervorstach. Ein flaches, auskragendes Dach und ein Metallrahmen bildeten die äußere Form des Baus an der Kreuzung Heussallee und Platz der Vereinten Nationen.
Der Kiosk wurde 1957 errichtet, in den frühen Jahren Bonns als Bundeshauptstadt, und lag in unmittelbarer Nähe zu Regierungsgebäuden und diplomatischen Einrichtungen. Im Jahr 2006 wurde er abgerissen, als sich das politische Leben Deutschlands zunehmend nach Berlin verlagert hatte.
Das Bundesbüdchen steht für eine typische Nachkriegsarchitektur, die funktionale Einfachheit mit einem klaren geometrischen Ausdruck verband. Der ovale Grundriss und die umlaufenden Fensterbänder waren in den 1950er Jahren ein modernes Gestaltungsmittel, das auch bei kleinen Bauten wie diesem Kiosk eingesetzt wurde.
Da das Gebäude 2006 abgerissen wurde, lässt sich der Standort heute nur noch als leerer Platz an der Kreuzung Heussallee und Platz der Vereinten Nationen besuchen. Das ehemalige Bundesviertel ist gut zu Fuß zu erkunden, und der Bereich rund um den früheren Standort ist frei zugänglich.
Im Jahr 1981 verlor ein Fernsehjournalist eine Wette und musste daraufhin im Kiosk Würstchen verkaufen, wobei zu seinen Kunden die Ehefrau des damaligen Bundeskanzlers gehörte. Dieser Moment zeigt, wie nah das alltägliche Leben und die Bundespolitik an diesem Ort beieinanderlagen.
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