Druckmuseum/Haus für Industriekultur, Druckmuseum in Darmstadt, Deutschland.
Das Druckmuseum befindet sich in einem vierstöckigen Jugendstilgebäude mit dekorativen Betonpaneelen und Klinkersteinfassade an der Kirschenallee 88 in Darmstadt. Das Museum beherbergt eine umfangreiche Sammlung von Druckmaschinen, Schriftsatzgeräten und über eine Million Matrizentypen aus verschiedenen Epochen der Druckgeschichte.
Das Gebäude wurde 1905 vom Architekten Karl Klee für den Möbelhersteller Ludwig Alter errichtet und diente später ab 1939 als Opel-Lagerhalle. Die Umwandlung zum Museum ermöglichte es, traditionelle Drucktechniken zu bewahren, die andernfalls verloren gegangen wären.
Das Museum bewahrt die Handwerkstechniken des Buchdrucks durch funktionsfähige Werkstätten, in denen Besucher das Setzen von Bleitypen und das Drucken von Hand beobachten können. Diese lebendigen Werkstätten zeigen, wie Drucker vor Jahrhunderten ihre Arbeit verrichteten.
Der Ort funktioniert als Außenstelle des Hessischen Landesmuseums Darmstadt und bietet Besuchern die Möglichkeit, aktive Werkstätten zu erleben, in denen traditionelle Drucktechniken gezeigt werden. Am besten ist es, Zeit mitzubringen und langsam durch die verschiedenen Werkstätten zu gehen, um die Handwerksprozesse vollständig zu verstehen.
Das dritte Geschoss beherbergt eine der letzten funktionsfähigen Schriftgießereien Deutschlands, wo Besucher beobachten können, wie einzelne Bleibuchstaben gegossen werden. Der vollständige Prozess vom flüssigen Metall bis zur fertigen Type zeigt handwerkliche Techniken, die in der modernen Produktion längst verschwunden sind.
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