Eisfabrik, Eisfabrik in Mitte, Deutschland
Die Eisfabrik ist ein Industriegebäude mit neoklassizistischem Design an der Spree in Berlin-Mitte, das sich über mehrere Stockwerke erstreckt und durch große Fenster sowie Fassaden aus roten Backsteinen charakterisiert wird. Das Gebäudeensemble zeigt typische Merkmale der Berliner Industriearchitektur aus dieser Epoche mit funktionalen Strukturen, die für die Produktion und Lagerung ausgelegt wurden.
Das Gebäude wurde 1896 errichtet und diente als Produktionsstätte für Eis, das an Brauereien, Haushalte und Geschäfte in ganz Berlin verteilt wurde. Die Anlage arbeitete bis 1995 und dokumentiert damit die lange Bedeutung der Eisherstellung für die Berliner Wirtschaft und das tägliche Leben der Stadt.
Die Eisfabrik zeigt, wie Berlin im späten 19. Jahrhundert Kältetechnik nutzte, um Eis herzustellen und zu lagern. Besucher sehen heute noch die großen Fenster und roten Backsteinfassaden, die von dieser wichtigen Rolle in der Berliner Industrie erzählen.
Das Gelände liegt in der Nähe des Ostbahnhofs und kann von außen besichtigt werden, wobei das Gebäude selbst derzeit nicht für die Öffentlichkeit zugänglich ist. Die beste Zeit zum Fotografieren und Erkunden der Außenseite ist während der Tageslichtstunden, wenn die rote Backsteinarchitektur besonders gut sichtbar ist.
Das Gebäude nutzte Korkdämmung zwischen seinen Wänden, eine innovative Lösung des späten 19. Jahrhunderts, um die Kälte im Inneren zu halten. Diese Konstruktionsmethode war ein fortschrittliches Ingenieurkonzept für damalige Zeiten und zeigt, wie kreativ die Berliner Industrie frühe Refrigerierungsprobleme löste.
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