Fleuthkuhlen, Naturschutzgebiet zwischen Geldern und Issum, Deutschland.
Fleuthkuhlen ist ein 588 Hektar großes Naturschutzgebiet in der Nähe von Geldern und Issum mit rund 53 flachen Gewässern, die von Schilfgürteln und Weidendickichten umgeben sind. Die gesamte Fläche besteht aus Flachlandgebieten mit ausgeprägtem Wassersystem und naturnaher Vegetation.
Im 18. und 19. Jahrhundert entstand durch lokalen Torfabbau eine Vielzahl von Senken, die sich später mit Grundwasser füllten und das heutige Gewässersystem bildeten. Diese wirtschaftliche Aktivität hinterließ die Grundlagen für die Entstehung des Naturschutzgebiets.
Der Name Fleuthkuhlen verweist auf die Kuhlenflächen, die durch historischen Torfabbau entstanden sind und das Gelände geprägt haben. Besucher sehen heute, wie dieses Erbe in der Landschaft weiterleben: flache Wasserflächen und bewachsene Uferzonen erzählen still von der menschlichen Nutzung vor Jahrhunderten.
Die NABU-Naturschutzstation Gelderland verwaltet das gesamte Gebiet und bietet Besuchern detaillierte Informationsmaterialien sowie Karten der Wanderwege an. Besucher sollten festes Schuhwerk und wetterfeste Kleidung mitbringen, da der Untergrund wechselhaft ist und Wege durch feuchte Bereiche führen können.
Das Gebiet beherbergt etwa 30 Libellenarten und 85 Vogelarten, darunter die seltene Tüpfelsumpfhuhn, die hier nisten und brüten. Diese Artenvielfalt macht es zu einem der wertvollsten Lebensräume der Region für spezialisierte Wasserbewohner.
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