Mauritiuskloster, Benediktinerkloster in Magdeburg, Deutschland.
Das Benediktinerkloster Saint-Maurice war ein großer Gebäudekomplex, dessen Teile um einen zentralen Hof angeordnet waren und von denen einige bis heute in der Kathedrale erhalten geblieben sind. Die südliche Seite mit Bauten aus dem 12. Jahrhundert bildet das älteste noch sichtbare Element dieser Anlage.
Kaiser Otto I. grundete das Kloster 937 als Herrschergrablage fur die konigliche Familie. Im Jahr 963 verlegten die Mönche aus Trier ihre Gemeinschaft an einen anderen Ort und begriindeten dort ein neues Kloster.
Das Kloster war ein Zentrum benediktinischen Lebens und zog gelehrte Mönche an, die sich dem Gebet und der Handschriftenherstellung widmeten. Die Räume waren nach klösterlichen Regeln angeordnet, mit separaten Bereichen für Andacht, Studium und tägliche Arbeiten.
Die Überreste des Klosters befinden sich heute unter der Kathedrale und sind teilweise bei Ausgrabungen freigelegt worden. Der beste Weg, um diese Geschichte zu verstehen, ist ein Besuch der Kathedrale mit Informationen zu den archäologischen Funden.
Das Kloster war die Ruhestätte der englischen Prinzessin Edith, der ersten Frau von Kaiser Otto I., deren Grab noch heute in der Kathedrale mit einem Kenotaph aus dem 16. Jahrhundert gekennzeichnet ist. Dieses königliche Grabmal zeigt die hohe Bedeutung, die dieser Anlage in der fruhen Reichsgeschichte zukam.
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