Magdeburger Dom, Protestantischer Dom in Magdeburg, Deutschland
Der Magdeburger Dom ist ein evangelisches Gotteshaus in Magdeburg mit zwei Türmen aus Naturstein, die bis zu 104 Meter in die Höhe ragen. Die Bauformen folgen dem gotischen Stil mit spitzen Bögen, hohen Gewölben und großen Fenstern, die Licht ins Innere lassen.
Kaiser Otto der Erste gründete 937 an dieser Stelle ein Kloster, das er zur Grablege des Reiches bestimmte. Der heutige Bau entstand ab 1201 als gotische Kirche und wurde über mehrere Jahrhunderte erweitert und vollendet.
Der Dom bewahrt in seinem nördlichen Querschiff eine Sandsteinfigur des heiligen Mauritius aus dem dreizehnten Jahrhundert, die zu den ältesten Darstellungen eines afrikanischen Ritters in der europäischen Kunst zählt. Mauritius trägt die vollständige Rüstung eines mittelalterlichen Soldaten und steht als Schutzheiliger des Erzbistums im Zentrum der religiösen Tradition dieser Region.
Das Bauwerk steht Besuchern täglich offen, wobei der Eintritt in die Haupthalle ohne Gebühr erfolgt. Wer die Aussichtsplattform in einem der Türme besteigen möchte, sollte festes Schuhwerk tragen und auf eine gewisse körperliche Anstrengung vorbereitet sein.
Der Chor beherbergt das Grab Kaiser Ottos des Ersten und seiner ersten Gemahlin Edith in einem roten Porphyrsarkophag. Keine andere deutsche Kirche birgt Grabstätten von Kaisern aus dem zehnten Jahrhundert.
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