Wilhelm-Erbstollen, Kulturerbe-Bergwerk in Kaub, Deutschland
Der Wilhelm-Erbstollen ist ein ehemaliges Schieferbergwerk in Kaub mit einem ausgedehnten Tunnelsystem, das sich tief unter der Erde erstreckt. Das Bergwerk nutzte unterirdische Verbindungen zur Wasserwirtschaft und Belaftung waehrend des aktiven Abbaus.
Das Bergwerk entstand 1844 durch die Vereinigung von 14 kleineren Minen zu einem zusammenhaengenden System. Nach dem Abtritt der Foerderung 1972 wurde das Tunnelsystem der Wasserwirtschaft umgewidmet.
Die Mine brachte Kaub internationales Ansehen, besonders nachdem hochwertige Schieferplatten 1889 auf der Pariser Weltausstellung mit einer Goldmedaille ausgezeichnet wurden. Dieses Preisgericht machte die Region zum bekannten Zentrum für Rheinschiefer in Europa.
Das Gelande ist heute nicht frei zugaenglich, da das unterirdische System als Wasserspeicher dient und unter strenger Kontrolle steht. Besucher sollten sich vorab ueber gef??hrte Touren oder spezielle Oeffnungstage erkundigen.
Arbeiter trugen Schieferplatten bis 1913 auf ihren Ruecken durch gestaffelte Schaechte, bevor Lokomotiven diese handwerkliche Methode ersetzten. Die manuelle Befoerderung zeigt die extreme physische Anforderung des fruehen Bergbaubetriebs.
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