Kurzwellenzentrum Jülich, Rundfunkstation in Jülich, Deutschland
Der Jülich-Rundfunksender ist eine Sendeanlage in Jülich mit zehn leistungsstarken Sendern, von denen jeder 100 Kilowatt über Dipolantennen auf Stahlgittermästen ausstrahlt. Die Anlagen werden heute von ausländischen Rundfunkorganisationen genutzt und bedienen sowohl Kurzwellen- als auch Mittelwellenbereiche.
Die Anlage kam 1961 unter die Kontrolle der Deutschen Bundespost, um Deutsche Welle zu gründen und Deutschlands Eintritt in den internationalen Rundfunk zu ermöglichen. Sie wurde zum Zentrum der deutschsprachigen Auslandskommunikation während der Teilung des Landes.
Die Anlage war lange Zeit Deutschlands wichtigster Rundfunkknoten für die Welt, über den deutsche Programme zu internationalen Hörern gelangten. Sie symbolisierte die Verbindung zwischen Deutschland und dem Ausland während der Nachkriegszeit.
Die Anlage liegt an den Rändern von Jülich und ist von der Straße aus sichtbar, kann aber nicht von Besuchern betreten werden. Am besten erkennt man die markanten Sendemasten von entfernteren Positionen in der Umgebung.
Ein britischer Unternehmer kaufte die gesamte Anlage 2006 und beendete damit Jahrzehnte der staatlichen Kontrolle. Diese private Übernahme war ein großer Wendepunkt in der Geschichte des deutschen Rundfunks im Ausland.
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