Nosseni-Altar, Renaissancealtar in der Loschwitzer Kirche, Dresden, Deutschland.
Der Nosseni-Altar ist ein Renaissanceschrein in der Dresdner Loschwitz-Kirche, der sich über elf Meter erstreckt und aus Marmor, Alabaster und Sandstein gefertigt ist. Das Werk zeigt vier korinthische Säulen, die eine Kreuzigungsszene tragen und die Struktur in drei Ebenen aufteilt.
Das Werk wurde 1606 vom Schweizer Bildhauer Giovanni Maria Nosseni geschaffen und sollte Generationen von Gläubigen begeistern. Nach der Zerstörung durch die Dresdner Bombenanschläge von 1945 wurde es ab 1998 aus 350 Teilen mühsam wieder zusammengesetzt.
Die Inschriften in Goldlettern auf schwarzem Marmor zeigen die künstlerischen Traditionen Kursachsens um 1600 und sprechen von religiösen Themen, die für Gläubige damals wichtig waren. Man sieht diese Verbindung zwischen Kunstfertigkeit und geistlicher Botschaft heute noch deutlich, wenn man die feinen Details betrachtet.
Der Altar befindet sich in der Loschwitz-Kirche seit 2002 und kann während der Öffnungszeiten oder bei Führungen besichtigt werden. Es ist hilfreich, im Voraus die Besuchszeiten zu prüfen und das Innere der Kirche gut zu erkunden, um alle drei Ebenen des Werks vollständig zu sehen.
Die beiden Statuen von Johannes und Maria in der Mittelsection sind etwa 85 Zentimeter hoch und zeigen meisterhafte Steinmetzarbeit. Die obere Ebene stellt die Beweinung Christi dar und bildet damit einen emotionalen Höhepunkt des gesamten Werks.
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