Hamburger Ehrenmal, Kriegsdenkmal in Hamburg-Altstadt, Deutschland
Das Hamburger Ehrenmal für die Gefallenen beider Weltkriege ist ein Kalksteindenkmal von etwa 21 Metern Höhe mit einer Reliefplastik der Künstler Ernst Barlach, die sich in Hamburg-Altstadt befindet. Die Vorderseite zeigt eine trauernde Mutter mit ihrem Kind, während die Rückseite eine Inschrift zu den Gefallenen des ersten Weltkriegs trägt.
Das Denkmal wurde 1930 errichtet und sollte ursprünglich an 40.000 Hamburger erinnern, die im ersten Weltkrieg gefallen waren. Nach dem zweiten Weltkrieg wurde es um weitere Gefallene erweitert und die zerstörte Reliefplastik von Steinmetz Friedrich Bursch neu geschaffen.
Die Mutter-Kind-Darstellung symbolisiert Trauer und Verlust für die Menschen in Hamburg, und die Reliefplastik wirkt wie ein stilles Gegenüber zum Trubel der nahen Rathausplätze. Man spürt hier einen Ort der inneren Einkehr inmitten der belebten Stadt.
Das Denkmal steht in der Nähe des Rathausmarkts und ist einfach zu Fuß zu erreichen, mit guter Zugänglichkeit für Menschen mit Mobilitätseinschränkungen. Man sollte etwa 15 Minuten einplanen, um die Reliefplastik und Inschriften in Ruhe zu betrachten.
Das Kunstwerk wurde 1938 während der NS-Zeit als entartet eingestuft und entfernt, was eine seltene Zeugenschaft von künstlerischer Zensur in dieser Epoche darstellt. Die spätere Rekonstruktion zeigt, wie Hamburg sich bewusst der Kunstgeschichte wieder angenähert hat.
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