Hübner-Haus, Kontorhaus im Stadtteil Neustadt, Hamburg, Deutschland.
Das Hübner-Haus ist ein Kontorgebäude in der Neustadt mit fuenf Geschossen und einer klassischen Fassade, die an der Ecke Poststrasse und Neuer Wall mit Säulen und flachen Erkern versehen ist. Im Erdgeschoss befinden sich Verkaufsräume, während die oberen Ebenen für Büroflaechen genutzt werden und über einen restaurierten Eingang aus dem 19. Jahrhundert erreichbar sind.
Das Gebaeude wurde 1909 vom Architekten Henry Grell als erstes Betongebäude Hamburgs fertiggestellt und erweiterte die ursprüngliche Liegenschaft an Neuer Wall 22. Diese Konstruktion markierte einen wichtigen Fortschritt in der Bauweisen und Stadtentwicklung zu Beginn des 20. Jahrhunderts.
Im Erdgeschoss befand sich das Café Hübner, ein Treffpunkt für wohlhabende Frauen Hamburgs, die dort ohne männliche Begleitung zusammenkommen konnten. Dieser Ort bot eine neue Form von Unabhängigkeit und sozialer Freiheit für Frauen der Oberschicht in Anfang des 20. Jahrhunderts.
Das Gebaeude befindet sich an einer zentralen Ecke in der Neustadt und ist leicht zu finden, wobei die Erdgeschossräume von der Strasse aus einsehbar sind. Besucher sollten beachten, dass es sich um ein funktionierendes Geschäfts- und Buerogebäude handelt, daher ist der Zugang zu oberen Etagen möglicherweise begrenzt.
Waehrend des Zweiten Weltkriegs spielte das Gebäude eine lebenswichtige Rolle, da seine funktionsfähige Wasserpumpe die nahegelegene Bevölkerung versorgte. Diese praktische Funktion machte das Haus zu einer Überlebensstelle für Nachbarn während der schwierigen Kriegsjahre.
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