Halde Rheinpreußen, Bergbau-Aussichtspunkt in Moers, Deutschland
Die Halde Rheinpreußen ist eine Bergehalde in Moers, im deutschen Bundesland Nordrhein-Westfalen, die aus dem Abraum des Steinkohlebergbaus aufgeschüttet wurde. Auf ihrem Gipfel steht die Kunstinstallation "Geleucht", ein Gebilde aus roten Lampen und Stangen, das nachts beleuchtet wird.
Die Halde entstand ab 1963 aus dem Abraum des Schachts 5/9 der Zeche Rheinpreußen und wuchs über Jahrzehnte mit dem Betrieb der Mine. Nachdem die Kohleförderung in der Region endete, wurde die Halde in eine öffentlich zugängliche Freizeitanlage umgewandelt.
Die rote Lampeninstallation auf dem Gipfel trägt den Namen "Geleucht", ein Begriff aus der Bergmannssprache für die Grubenlampe, die Bergleute unter Tage trugen. Wer die Halde besucht, spürt noch heute, wie tief die Kohleförderung im Alltag der Menschen dieser Region verwurzelt war.
Die Halde ist über mehrere Wege und Treppen von verschiedenen Seiten zu Fuß erreichbar; festes Schuhwerk erleichtert den Aufstieg. Von oben reicht der Blick weit ins Ruhrgebiet und über die umliegende Landschaft.
Otto Piene, der die Geleucht-Installation entworfen hat, war Mitbegründer der Gruppe ZERO, einer Kunstbewegung, die in den 1950er Jahren in Düsseldorf entstand. Wer das weiß, sieht die roten Lampen auf dem Gipfel mit anderen Augen.
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