Haus Tervoort, Herrenhaus in Essen, Deutschland.
Haus Tervoort ist ein ehemaliges Rittergut in Rheinkamp, einem Stadtteil von Moers, das 1443 erstmals urkundlich erwähnt wurde. Das Hauptgebäude wurde im Zweiten Weltkrieg von einer Bombe getroffen und brannte 2004 ab; heute werden nur noch drei Nebengebäude genutzt, im Übrigen sind Ruinen vorhanden. Die Anlage liegt am Tervoorter Waldweg 61, der von der Repelener Straße abzweigt.
Haus Tervoort ist ein ehemaliges Rittergut, das 1443 erstmals urkundlich erwähnt wurde, die Hofanlage stammt vermutlich aus dem 12. Jahrhundert. Es war ein „gemein cölnisch Lehen“, ein Mannlehen, das häufig an den amtierenden Droste der Grafschaft Moers vergeben wurde. Um 1702 ließ Borchard Wilhelm von Kinsky, ab 1677 Droste, die Gebäude erweitern und das Haupthaus schlossartig ausbauen; am 14. September 1718 tagte der Moerser Landtag in diesem Haupthaus.
Der Name ter Voorth bedeutet „zur/an der Furth“ und verweist auf eine Furt im Moersbach, die für den Verkehr von Moers nach Norden von Bedeutung war. Ab 1856 richtete die Stiftung Bethanien mit Unterstützung der Familie Liebrecht in einigen Räumen des Anwesens eine Krankenstation ein. Das Gut ist bis heute im Besitz der Familie Liebrecht; derzeitige Eigentümerin ist Gräfin Marie del Carmen von Liebrecht.
Die Ruinen liegen am Tervoorter Waldweg 61, einer von der Repelener Straße (L399) abzweigenden Straße im Südwesten Utforts an den Grenzen zu Moers-Mitte und Hülsdonk. Nur drei Nebengebäude werden noch genutzt; der übrige Hof ist Ruine, der Untergrund uneben, Besuchereinrichtungen fehlen.
Der Name ter Voorth bedeutet „an der Furt“ und bezeichnete einen Übergang an der Straße von Moers nach Norden, wo der Moersbach im Mittelalter noch deutlich mehr Wasser führte. Der Bach mündete damals in ein altes Rheinbett.
Die Community neugieriger Reisender
AroundUs vereint tausende ausgewählte Orte, lokale Tipps und versteckte Schätze, täglich bereichert von über 92.965 Mitwirkenden weltweit.