Haus-Knipp-Eisenbahnbrücke, Eisenbahnfachwerkbrücke in Duisburg, Deutschland.
Die Haus-Knipp-Eisenbahnbrücke führt die Bahnstrecke Oberhausen–Moers zwischen Duisburg-Beeckerwerth und Duisburg-Baerl über den Rhein. Die Hauptstromöffnung ist ein 186 Meter weiter Fachwerkträger, flankiert von zwei 106 Meter langen Fachwerkbrücken; das Vorland wird linksrheinisch mit drei und rechtsrheinisch mit neun Jochen überbrückt. Insgesamt ruhen 24 jeweils 41 Meter lange Fachwerkträger auf Pfeilern, Brückentürme gibt es nicht.
Der Bau begann im März 1910, und die Brücke wurde am 1. Oktober 1912 für den Güterverkehr eröffnet; Personenzüge folgten am 15. Mai 1929. Zurückweichende deutsche Truppen sprengten sie am 5. März 1945, und die 9. US-Armee nahm die Stelle in den Folgetagen ein. Britische Pioniere bauten die nur gering beschädigte Brücke ab 1945 in ihrer ursprünglichen Fachwerkform wieder auf; am 26. Februar 1946 wurde sie dem Verkehr übergeben.
Die Brücke ist nach Haus Knipp benannt, einem mittelalterlichen Herrensitz unterhalb der heutigen Überführung auf Beeckerwerther Seite; der damals weiter östlich fließende Rhein zerstörte ihn 1571. 1620 wurde etwa 1 km stromaufwärts ein neues Haus Knipp erbaut, das 1939 bei der Rheindeich-Erhöhung abgerissen wurde. Der Rheinschifffahrt dient die Brücke seit Langem als Wahrzeichen.
Die Brücke wurde 2012 renoviert und kann jetzt zwei Eisenbahngleise tragen, was Güterzüge und Personenzüge gleichzeitig ermöglicht. Der Zugang zur Brücke selbst ist für Besucher normalerweise nicht möglich, da es sich um eine aktive Eisenbahnstrecke handelt.
Der Name der Brücke stammt vom mittelalterlichen Herrensitz Haus Knipp, der genau unterhalb der heutigen Brücke auf Beeckerwerther Seite lag; damals floss der Rhein weiter östlich und verlagerte sich über Jahre nach Westen. 1571 zerstörte der Strom das Haus, 1620 wurde etwa 1 km stromaufwärts ein neues errichtet, und der verfallene Bau wurde 1939 bei der Rheindeich-Erhöhung abgerissen.
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