Haus des Glockenspiels, Geschütztes Kulturdenkmal in der Böttcherstraße, Bremen, Deutschland
Das Glockenspiel-Haus ist ein Renaissance-Revival-Gebäude mit roter Backsteinarchitektur und einem Glockenspiel, das aus dreißig Meissener Porzellanglöckchen besteht. Das Turmdach krönt die Böttcherstraße und trägt maßgeblich zum visuellen Charakter dieses historischen Areals bei.
Das Gebäude entstand zwischen 1923 und 1924 unter der Leitung des Kaufmanns und Mäzens Ludwig Roselius als Bürohaus für die Bremen-Amerika-Bank. Es ersetzte frühere Lagerhäuser auf dem Grundstück an der Böttcherstraße.
Die hölzernen Drehscheiben im Turm zeigen Reliefdarstellungen von Seefahrern und Flugpionieren aus verschiedenen Epochen. Diese Kunstwerke spiegeln die Verbindung der Stadt zu Handel und technologischem Fortschritt wider.
Die Klangspiele erklingen zu festen Zeiten je nach Jahreszeit: von Januar bis März mittags, 15 Uhr und 18 Uhr, und von April bis Dezember jede Stunde zwischen Mittag und 18 Uhr. Man kann die Straße jederzeit besuchen, benötigt aber Geduld, um die Lautspiele live zu erleben.
Die ursprünglichen blauemaillierten und vergoldeten Porzellanglöckchen wurden nach Schäden im Zweiten Weltkrieg durch weiße ersetzt, aber die hölzernen Kunstpaneele im Inneren überlebten den Krieg unbeschädigt. Diese Mischung aus Wiederaufbau und Bewahrung zeigt, wie das Gebäude seine Geschichte widerspiegelt.
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