Kastell Ems, Römische Militärfestung in Bad Ems, Deutschland
Das Castrum von Bad Ems war ein römisches Militärlager, das sich auf dem Blöskopf-Hügel befand und mit Wehrgräben sowie Palisaden gesichert war. Die Anlage diente als Stützpunkt für Bergbauaktivitäten und hatte eine strategische Rolle im römischen Netzwerk der Region.
Die Anlage wurde im 1. Jahrhundert errichtet und war Teil von Kaiser Claudius' Strategie zur Erschließung von Silberbergbau in dieser Region. Das Lager wurde später aufgegeben, als sich die römischen Prioritäten in der Gegend verschoben.
Archäologische Ausgrabungen enthüllten verarbeitetes Silbererz, Mauerfundamente und einen Wachturm, die militärische Aktivitäten belegen.
Das Castrum ist heute nur durch Bodenmerkmale und Verfärbungen im Getreide erkennbar, da kaum sichtbare Reste erhalten sind. Ein Besuch erfordert etwas Vorwissen und die Bereitschaft, sich die Anlage anhand archäologischer Erkenntnisse vorzustellen.
Wassergräber auf dem Gelände haben hölzerne Verteidigungspfähle bewahrt, welche die einzigartigen römischen Bautechniken dieser Zeit dokumentieren. Diese organischen Funde sind selten, da Holz normalerweise in der Erde nicht überdauert.
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