Nikolaikirche, Mittelalterliche Kirche in Siegen, Deutschland
Die Nikolaikirche ist ein Kirchengebäude in Siegen, das einen sechseckigen Zentralbau mit einem dreischiffigen Grundriss verbindet. Die Struktur wird von einer barocken Turmhaube gekrönt und verfügt über große Fenster, die den Innenraum hell erleuchten.
Das Gebäude entstand vor 1250 als Hallenkirche in spätromanischem Stil und diente im Mittelalter als Marktkirche mit Händlerläden rundherum. Später wurde es grundlegend umgestaltet, wobei die barocke Turmhaube ein Zeichen der Erneuerung in der Neuzeit ist.
Die Kirche beherbergt eine goldene Taufschale aus Silber aus Peru vom 16. Jahrhundert, die von Fürst Johann Moritz von Nassau-Siegen gestiftet wurde. Dieses Geschenk zeigt die Verbindung der Stadt zu wohlhabenden Herrschern und ihren Reiseerfahrungen in der frühen Neuzeit.
Der Kirchturm beherbergt vier große Glocken, von denen drei seit mehr als 500 Jahren über die Stadt erklingen. Die Glocken prägen das Klangbild Siegens und sind von vielen Stellen der Stadt aus zu hören.
Ein großer goldener Kranz krönt die Kirchenspitze seit 1658, angebracht durch Fürst Johann Moritz, während das ursprüngliche Kranzwerk im Turmsaal aufbewahrt wird. Diese beiden Versionen erzählen von der langen Geschichte der Decoration und des Schutzes kirchlicher Schätze.
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