Gruft von Nassau-Siegen, Gruft im Unteres Schloss, Siegen, Deutschland.
Die Nassau-Siegen-Grabkammer ist ein unterirdischer Raum mit quervaultem Gewölbe in Kreuzform, dessen Eingang ein gusseisernes Tor mit dem Nassau-Wappen schmückt. Der Raum befindet sich im Unteren Schloss und wurde als Begräbnisstätte für hochrangige Familienmitglieder angelegt.
Der Raum wurde 1669 vom niederländischen Architekten Maurits Post erbaut, um Johann Moritz, Fürst von Nassau-Siegen, zu bestatten, auf dem Gelände eines aufgelösten Franziskanerklosters. Die Kammer bewahrt das Andenken an eine Zeit, in der die Region unter der Herrschaft dieser einflussreichen Familie stand.
Der Mittelpunkt des Raums zeigt eine Holzreplik einer kunstvoll gestalteten Tumba sowie eine Porträtbüste von Johann Moritz, die vom Künstler Bartholomäus Eggers geschaffen wurde. Diese Objekte geben einen Eindruck davon, wie die Familie ihre Würde und ihren Status durch materielle Zeichen ausdrückte.
Die Kammer ist für Besucher zugänglich, man sollte sich aber vorher informieren, ob die aktuellen Öffnungszeiten und Bedingungen eine Besichtigung ermöglichen. Da der Ort unterirdisch liegt, ist die Temperatur das ganze Jahr über kühl und konstant, sodass es sinnvoll ist, eine leichte Jacke mitzunehmen.
Die Grabkammer blieb bei dem verheerenden Stadtbrand von 1695 unversehrt, der große Teile des umgebenden Unteren Schlosses zerstörte und der Anlage damit eine seltene Kontinuität durch die Jahrhunderte verlieh. Diese Widerstandsfähigkeit macht sie zu einem der ältesten erhaltenen Teile des Schlosskomplexes.
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