Synagoge Siegen, Synagoge in Siegen, Deutschland
Die Synagoge in Siegen war ein Gebäude mit zwei Etagen, das Platz für etwa 160 Gläubige bot, mit separaten Bereichen für Männer unten und Frauen in der Galerie. Zusätzlich zum Betsaal gab es einen Unterrichtsraum, ein Ritualbad, Lagerräume, Umkleideräume, Toiletten und Wohnraum für den Hausmeister.
Das Gebäude wurde nach einem Entwurf des Berliner Architekten Eduard Fürstenau geplant und öffnete am 22. Juli 1904 seine Türen für die Gemeinde. Die schnelle Fertigstellung zeugt von der Bedeutung dieses Ortes für die jüdische Bevölkerung Siegens.
Die Synagoge war Treffpunkt für die jüdische Gemeinde von Siegen und bot Raum für traditionelle Gottesdienste mit modernen Komforten wie Chor und Harmonium, was einen Mittelweg zwischen alter Tradition und zeitgenössischer Praxis widerspiegelte.
Die Synagoge ist am einfachsten zu erreichen, wenn man sich Zeit nimmt, um die Nachbarschaft und ihre Architektur zu Fuß zu erkunden. Beachten Sie, dass es heute keine aktiven Gottesdienste gibt, daher ist eine vorherige Recherche über aktuelle Öffnungszeiten oder geführte Touren ratsam.
2021 wurde das Gebäude als virtuelles Projekt auf die Außenwand des Bunker-Museums projiziert, Teil einer Ausstellung zum Gedenken an 1700 Jahre jüdischen Lebens in Deutschland. Diese digitale Rekonstruktion ermöglicht es Besuchern, die ursprüngliche Erscheinung wieder zu sehen, auch wenn die physische Struktur nicht mehr existiert.
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