Staffelberg, Berg und Geotop in Bad Staffelstein, Deutschland
Der Staffelberg erhebt sich 539 Meter über dem Meeresspiegel und bildet einen markanten Tafelberg in der Fränkischen Schweiz mit einem etwa 150 Meter langen und 200 Meter breiten Plateau. Seine steilen Felswände aus Jurakalk ragen über bewaldete Hänge und bieten von oben freie Sicht auf die Täler ringsum.
Während der Latènezeit, vor etwa 2300 Jahren, errichteten keltische Siedler auf dem Plateau die befestigte Anlage Menosgada. Im Mittelalter diente der Gipfel als Wallfahrtsort, und die heutige Kapelle wurde im 18. Jahrhundert erbaut.
Die Adelgundiskapelle auf dem Gipfel trägt den Namen einer fränkischen Adeligen aus dem 7. Jahrhundert und dient bis heute als Wallfahrtsort. Wanderer rasten dort oft vor dem Abstieg und genießen den Blick über das Maintal mit seinen Flussschleifen und Dörfern.
Mehrere Wanderwege führen von Bad Staffelstein hinauf zum Gipfel, die meisten brauchen etwa eine Stunde für den Aufstieg. Festes Schuhwerk ist ratsam, da einige Abschnitte steinig und steil sein können.
Die Felsschichten an den Steilwänden zeigen Ablagerungen aus dem gesamten Jura, von etwa 200 bis 140 Millionen Jahren, und erlauben Geologen, die Erdgeschichte wie in einem aufgeschlagenen Buch zu lesen. Fossilien von Meerestieren erinnern daran, dass hier einst ein warmer Ozean lag.
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