Katholische Wallfahrtskapelle St. Adelgundis, Katholische Wallfahrtskapelle in Bad Staffelstein, Deutschland.
Die Wallfahrtskapelle St. Adelgundis ist eine kleine Kapelle in Bad Staffelstein, die mit traditioneller bayerischer Architektur gebaut wurde und kunstvolle Details in ihrem Inneren zeigt. Das Gebäude verbindet schlichte religiöse Zweckmäßigkeit mit handwerklich bearbeiteten Elementen.
Eine Kapelle auf dem Staffelberg ist erstmals 1419 urkundlich erwähnt und wurde 1525 im Deutschen Bauernkrieg zerstört. 1653/1654 erfolgte der Wiederaufbau unter Verwendung des erhaltenen Chores und der Ostteile der Langhausmauern; am 8. Juli 1654 weihte der Würzburger Weihbischof Johann Melchior Söllner das Gotteshaus. 1755 wurde die Kapelle nach Westen verlängert, 1871 ein massiver Kirchturm anstelle eines älteren Dachreiters errichtet.
Die Kapelle ist ein Wallfahrtsort der heiligen Adelgundis, die auf dem Staffelberg wohl seit dem 8. oder 9. Jahrhundert verehrt wird. Im 18. Jahrhundert pilgerten die Gläubigen in der vorösterlichen Zeit auf den Berg, wobei das 1765 fertiggestellte Heilige Grab von Jakob Heß zum Hauptanziehungspunkt wurde. Dieser Bühnenaufbau aus Holzbrettern mit drei beweglichen Figurengruppen wird bis heute vor Ostern aufgebaut.
Die Kapelle ist frei zugänglich und kann jederzeit besucht werden, wenn nicht gerade religiöse Zeremonien stattfinden. Es ist ratsam, vorher zu prüfen, ob besondere Feiertage oder Feierlichkeiten geplant sind, um die beste Zeit zum Besuch zu wählen.
Das Heilige Grab, ein Bühnenaufbau aus Holzbrettern mit drei beweglichen Figurengruppen, wurde 1765 von Jakob Heß, einem Eremiten auf dem Staffelberg, fertiggestellt. Es zeigt unten die Vorhölle, in der Mitte den Leidensweg mit Christus im Grab und oben Engel mit Leidenswerkzeugen; in der vorösterlichen Zeit wird es aufgebaut.
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