Marienwerkhaus, Historisches Arbeitshaus in der Altstadt von Lübeck, Deutschland
Das Marienwerkhaus ist ein Ziegelsteinbau im Stil der Neoklassik, der unmittelbar neben der Marienkirche steht und die charakteristische Architektur des frühen 20. Jahrhunderts zeigt. Das Gebäude prägt das Straßenbild mit seiner klaren Gliederung und den Details, die an die kirchliche Nutzung erinnern.
Das Gebäude entstand 1903 nach Plänen des Architekten Willy Glogner und ersetzte einen älteren gotischen Bau, der über 250 Jahre lang als Werkstatt für Kirchenhandwerker diente. Der Neubau gehörte zu einer Phase der Modernisierung, in der viele historische Strukturen in Lübecks Altstadt erneuert wurden.
Der Name verweist auf die Werkstatt-Funktion, die das Gebäude ursprünglich erfüllte. Heute erinnert der Bau an die handwerkliche Tradition, die eng mit der benachbarten Marienkirche verbunden war.
Das Gebäude befindet sich an der Schüsselbuden 13 und ist von außen gut zu sehen, während der Innenraum normalerweise nicht für Besucher zugänglich ist. Wer einen Blick hinein werfen möchte, sollte sich vorher informieren, ob Führungen oder spezielle Öffnungszeiten angeboten werden.
Das Gebäude blieb während der schweren Luftangriffe von 1942 weitgehend verschont und ist heute einer der wenigen erhaltenen Bauten der Schüsselbuden-Straße mit unverändertem Charakter. Seine Existenz erzählt damit auch von der Schattenseite der Geschichte der Stadt.
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