Kanzleigebäude, Gotisches Verwaltungsgebäude in Lübeck, Deutschland
Das Kanzleigebäude ist ein gotisches Verwaltungsgebäude in Lübecks Altstadt, das sich über etwa 85 Meter Länge und etwa 8 Meter Breite erstreckt und direkt mit dem Rathaus durch einen Übergang verbunden ist. Das Erdgeschoss beherbergt heute Einzelhandelsflächen hinter verglastèn Arkadengängen, während das Obergeschoss Büroräume und ein Literaturcafé in der Adlerhalle enthält.
Das Gebäude wurde 1485 fertiggestellt, nachdem sein Bau fünf Jahre gedauert hatte, und diente ursprünglich als Sitz von Notaren und Ratschreibern. Eine Renovierung zwischen 1612 und 1615 schuf die heutige Renaissancehalle mit ihrer aufwendigen Holzvertäfelung.
Der Name des Gebäudes bezieht sich auf seine ursprüngliche Funktion als Sitz von Notaren und Schreibern, die hier ihre Arbeit verrichteten. Besucher können heute noch die aufwendig gestalteten Räume sehen, die von dieser administrativen Bedeutung zeugen.
Das Gebäude ist am besten zugänglich über die Straße von der Marienkirche aus, wo man die Arkadengänge und den öffentlichen Raum leicht erreichen kann. Es ist immer ratsam, morgens zu kommen, wenn die Einzelhandelsflächen gerade geöffnet haben und weniger Besucher vor Ort sind.
Auf der Westseite des Gebäudes verläuft eine etwa 50 Meter lange Arkadengalerie, die sich entlang des Chors der Marienkirche erstreckt und einen versteckten Weg zwischen zwei bedeutenden Strukturen der Stadt schafft. Diese Galerie ist für viele Besucher leicht zu übersehen, obwohl sie einen einzigartigen Zugang zu beiden Gebäuden bietet.
Die Community neugieriger Reisender
AroundUs vereint tausende ausgewählte Orte, lokale Tipps und versteckte Schätze, täglich bereichert von über 60,000 Mitwirkenden weltweit.