Schloss Justingen, Kulturdenkmal in Schelklingen, Deutschland.
Schloss Justingen ist eine Burganlage an der südlichen Grenze der Schwäbischen Alb mit erhaltenen Kellergewölben und Steinmauern. Die Ruinen zeigen noch heute die ursprüngliche Baustruktur und lassen sich durch Informationstafeln vor Ort erkunden.
Die erste urkundliche Erwähnung stammt aus dem Jahr 1090, als das Gebiet unter der Herrschaft der Grafen von Justingen stand. Im 13. Jahrhundert spielte das Schloss eine Rolle in regionalen Machtverhältnissen.
Der Ort war im 16. Jahrhundert mit der Schwenkfeld-Bewegung verbunden, einer religiösen Gruppe, die hier Zuflucht suchte und ihre Ideen verbreitete. Die Anhänger dieses Glaubens hinterließen Spuren in der regionalen Religionsgeschichte.
Der Zugang ist frei zugänglich und Besucher können die Ruinen ganzjährig erkunden. Informationstafeln an Ort und Stelle helfen dabei, die Geschichte und Struktur des Schlosses zu verstehen.
Nach dem Kauf im Jahr 1751 durch Herzog Carl Eugen von Württemberg wurde auf dem Gelände eine Schafzucht für Merino-Schafe etabliert. Diese Nutzung markierte eine ungewöhnliche Umwandlung der ehemals befestigten Anlage.
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