Schloss Rheder, Barockschloss in Rheder, Brakel, Deutschland
Schloss Rheder ist ein Barockschloss in Brakel, im deutschen Bundesland Nordrhein-Westfalen, mit einer langen Hauptfassade, die von achteckigen Pavillons flankiert wird und einen zentralen Durchfahrtsbogen besitzt. Der Gebäudekomplex ist um einen hufeisenförmigen Vorhof angelegt und enthält Innenräume mit Stuckdekorationen an den Wänden.
Das Schloss wurde 1750 unter Franz Joseph von Mengersen nach Plänen von Johann Conrad Schlaun und dem Architekten Johann Matthias Kitz erbaut. Das Gelände wurde jedoch schon früher genutzt: Eine private Brauerei bestand hier bereits seit 1686, also Jahrzehnte vor dem Bau des Schlosses.
Im sogenannten Chinesischen Zimmer sind handbemalte Tapeten aus dem 18. Jahrhundert zu sehen, die zeigen, wie stark die europäische Oberschicht damals von fernen Kulturen fasziniert war. Dieser Raum gehört zu den wenigen erhaltenen Beispielen dieser Art in der Region.
Die Außenfassade und der Vorhof des Schlosses sind von außen gut zu sehen, da es sich jedoch um ein Privatgebäude handelt, ist der Zugang zum Inneren in der Regel nicht möglich. Der Ort lässt sich gut mit einem Spaziergang durch die Umgebung von Brakel verbinden.
Im Park des Schlosses haben die Künstlerinnen Jenny Holzer und Henri Cole Texte direkt in alte Baumstämme geritzt. Diese Eingriffe sind bewusst temporär gehalten und zeigen, wie zeitgenössische Kunst in einer historischen Parkanlage ganz anders wirken kann als in einem Museum.
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