Siedlung Praunheim, Wohnsiedlung in Mitte-West Frankfurt, Deutschland.
Siedlung Praunheim ist eine Wohnsiedlung im Frankfurter Stadtteil Mitte-West, die aus verschiedenen Haustypen mit unterschiedlichen Grundrissen besteht. Die Gebäude sind in einem zusammenhängenden Areal angeordnet, das verschiedene Treppenhaus- und Heizsysteme aufweist.
Die Siedlung wurde zwischen 1926 und 1929 von Ernst May und Eugen Kaufmann entworfen, um den akuten Wohnungsmangel nach dem Ersten Weltkrieg zu lindern. Sie war Teil des sogenannten Neuen Frankfurt, einem stadtweiten Bauprogramm, das modernen und erschwinglichen Wohnraum für eine wachsende Bevölkerung schaffen sollte.
Die Siedlung Praunheim gilt als ein anschauliches Beispiel des Neuen Bauens, einer Bewegung, die auf einfache Formen und praktischen Wohnraum setzte. Wer durch die Straßen geht, sieht flache Dächer, schlichte Fassaden und Gärten, die den Häusern Luft und Licht geben.
Die Siedlung ist über Straßenbahnlinien gut erreichbar und gut an das Frankfurter Nahverkehrsnetz angebunden. Ein Besuch zu Fuß ist empfehlenswert, da die Straßen und Wege angelegt wurden, um das gesamte Areal bequem zu Fuß zu erkunden.
Die Siedlung war mit einem zentralen Radioverteilsystem ausgestattet, das alle Wohnungen über dasselbe Signal mit Rundfunkprogrammen und Luftschutzwarnungen im Zweiten Weltkrieg verband. Solche Systeme waren damals ungewöhnlich für Wohnsiedlungen und zeigten, wie weit die Planer des Neuen Frankfurt bei der technischen Ausstattung dachten.
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