Wotanstein, Prähistorischer Findling in Maden, Hessen, Deutschland.
Der Wotanstein misst etwa 2,12 Meter in der Höhe und wiegt ungefähr 3,7 metrische Tonnen, geschnitzt aus neogenem Miozän-Quarzit, der von einem entfernten Standort zu seiner heutigen Position am Hang nahe dem Dorf Maden transportiert wurde.
Erstmals 1407 als 'deme langen steyne zu Madin' dokumentiert, wurde dieser Megalith wahrscheinlich im 3. Jahrhundert v. Chr. errichtet und diente später als religiöse Stätte für den germanischen Stamm der Chatten, die um das 1. Jahrhundert v. Chr. Wodan verehrten.
Die örtliche Legende erzählt, dass der Teufel versuchte, die erste christliche Kirche des heiligen Bonifatius in Fritzlar zu zerstören, indem er diesen Stein schleuderte, aber vom Erzengel Michael vereitelt wurde und Krallenspuren auf der Oberfläche des Felsens hinterließ.
Auf 177 Metern über dem Meeresspiegel zwischen den Bächen Goldbach und Henkelborn gelegen, ist der Stein über einen markierten Pfad von der Hauptstraße nach Obervorschütz im Schwalm-Eder-Kreis erreichbar.
Ausgrabungen während des Siebenjährigen Krieges enthüllten, dass sich der Stein so tief im Untergrund erstreckt wie seine Höhe über dem Boden beträgt, wobei darunter entdeckte menschliche Knochen auf alte Bestattungspraktiken an dieser heiligen Stätte hinweisen.
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