Wrangelbrunnen, Spätklassizistischer Brunnen in Graefekiez, Berlin, Deutschland.
Der Wrangelbrunnen ist ein Springbrunnen aus dem späten klassizistischen Stil mit vier Steinfiguren, die bedeutende preussische Flüsse personifizieren. Die Komposition wird oben durch dekorative Putten ergaenzt und wirkt wie eine steinartige Feier der Flussgoetter.
Der Brunnen wurde 1877 mit Mitteln des Generalfeldmarschalls Friedrich von Wrangel erbaut und stand zunächst im Tiergarten. Erst 1903 gelangte er an seinen heutigen Platz in der Graefestrasse zwischen Urbansträsse und Grimmstrasse.
Die vier Flussfiguren zeigen klassische Darstellungsweisen von Flussgoettern in der Berliner Stadtkultur des 19. Jahrhunderts. Sie verkörpern jene Wasserstrecken, die damals Handel und Verkehr zwischen Preussen und seinen Nachbarregionen ermöglichten.
Der Brunnen steht an der Ecke Urbanstrasse und Grimmstrasse und dient Besuchern als Orientierungspunkt im Graefekneiez. Während der Sommermonate fliesst Wasser aus dem Brunnen und laeuft dann in den warmen Monaten wieder ab.
Unter den vier Flussfiguren ist der Rhein als einziger männlich dargestellt, während die anderen drei als weibliche Gottheiten erscheinen. Diese ungleiche Geschlechterverteilung war typisch für die kunstlerische Konvention des 19. Jahrhunderts.
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