Fürstenportal am Bamberger Dom, Mittelalterliches Portal am Bamberger Dom, Deutschland
Das Fürstenportal am Bamberger Dom ist ein Steinportal mit aufwendigen Reliefs, die das Jüngste Gericht darstellen und verschiedene menschliche Figuren in unterschiedlichen Zuständen zeigen. Die Komposition organisiert die Szene mit Christus in der Mitte, umgeben von Figuren, die Erlösung oder Verdammnis darstellen.
Das Portal entstand um 1230 als Teil der Dom-Ausstattung und diente als repräsentatives Eingangsportal für die Kirche. Es war damals ein bedeutsames Beispiel dafür, wie religiöse Botschaften durch große Steinmetzarbeiten an der Kathedrale verbreitet wurden.
Das Portal zeigt menschliche Gesichter und Körper in detaillierten Steinmetzarbeiten, die Hoffnung und Angst ausdrücken. Besucher können sehen, wie die Künstler damals versuchten, moralische Ideen durch körperliche Haltungen und Mimik auszudrücken.
Die ursprünglichen Steinskulpturen sind heute in einem Museum aufbewahrt, während an der Kathedrale selbst Nachbildungen zu sehen sind. Das macht es einfach, das Portal von außen zu besichtigen, ohne in ein Gebäude hineingehen zu müssen.
Unter den verdammten Seelen sind auch Darstellungen von kirchlichen Würdenträgern wie einem Bischof zu sehen, was eine seltene Kritik an der Kirche selbst ausdrückt. Diese Details zeigen, dass die Künstler bereit waren, moralische Fragen auch für religiöse Autorität aufzuwerfen.
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