Wasserwerk Johannisthal, Naturschutzgebiet in Treptow-Köpenick, Deutschland.
Das Wasserwerk Johannisthal ist ein 35 Hektar großes Naturschutzgebiet in Treptow-Köpenick am östlichen Rand Berlins. Das Areal wird von Königsheideweg, Lindentalgärten, der Bundesautobahn 113, Springbornstraße und Koschatweg begrenzt und zeigt verschiedene Lebensräume mit Wäldern, Feuchtgebieten und offenen Flächen.
Die Anlage begann 1901 als Wasserwerk mit zwei Pumpstationen, die Berlins Bevölkerung versorgten. Im Laufe des 20. Jahrhunderts wuchsen die Operationen zur Unterstützung von Hunderttausenden an, bis die Wasserförderung 2001 eingestellt wurde und das Gelände seine neue Rolle als Naturschutzgebiet übernahm.
Der Ort trägt den Namen des früheren Wasserwerks, das hier Berliner Haushalte versorgte und die Gegend prägte. Heute zeigt sich dieser Wandel in den Pflanzen und Tieren, die den Raum zurückerobert haben und das Gelände als Rückzugsort nutzen.
Das Gelände ist öffentlich zugänglich, allerdings sollte man festes Schuhwerk tragen, da die Wege durch Feuchtgebiete und naturbelassene Bereiche führen. Die beste Zeit für einen Besuch ist von Mai bis September, wenn die Flora und Fauna am lebendigsten sind.
Obwohl das Wasserwerk seit 2001 keine Wasser mehr fördert, besteht seine Aufgabe darin, giftige Chemikalien wie Arsen, Zyanid und chlorierte Kohlenwasserstoffe aus dem Boden zu entfernen. Diese langfristige Sanierungsmission macht den Ort zu einem unerwarteten Beispiel für Umweltverantwortung mitten in der Stadt.
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