Kinderheim A. S. Makarenko, Kinderbetreuungseinrichtung in Johannisthal, Berlin, Deutschland.
Das Kinderheim A. S. Makarenko war eine stationäre Kinder- und Jugendhilfeeinrichtung im Berliner Stadtteil Johannisthal, die sich entlang der Südostallee über mehrere Gebäude erstreckte. Die Anlage bestand aus Wohn- und Funktionsgebäuden, die gemeinsam einen in sich geschlossenen Betrieb für eine große Zahl von Kindern bildeten.
Die Einrichtung wurde 1953 eröffnet und entwickelte sich zur größten stationären Kinder- und Jugendhilfeeinrichtung der DDR. Nach fast fünf Jahrzehnten in Betrieb schloss das Heim 1998 seine Türen.
Das Kinderheim trug den Namen des sowjetischen Pädagogen Anton Semjonowitsch Makarenko, dessen Erziehungsphilosophie auf Gemeinschaft und Selbstverwaltung setzte. Die Gebäude von Hermann Henselmann zeigen noch heute, wie diese Ideen in Architektur und Raumaufteilung sichtbar wurden.
Das ehemalige Gelände ist heute ein Wohnpark und kann frei besucht werden. Ein Informationszentrum vor Ort dokumentiert Geschichten ehemaliger Bewohner und ist leicht zu Fuß erreichbar.
Auf dem Gelände sind noch immer Reste von Kunstobjekten und Spielplätzen zu finden, die zeigen, wie der Alltag der Kinder dort aussah. Diese Details verweisen auf ein System, in dem selbst Freizeitgestaltung nach pädagogischen Grundsätzen organisiert war.
Die Community neugieriger Reisender
AroundUs vereint tausende ausgewählte Orte, lokale Tipps und versteckte Schätze, täglich bereichert von über 60,000 Mitwirkenden weltweit.