Oscar-Niemeyer-Haus, Modernistisches Wohngebäude in Hansaviertel, Berlin, Deutschland.
Das Oscar-Niemeyer-Haus ist ein achtgeschossiges Wohngebäude aus Beton, das auf V-förmigen Säulen ruht und sich über 72 Meter erstreckt. Die Fassade zeigt gleichmäßige Fensterreihen, Loggien und farbige Mosaik-Verzierungen, während das Innere 78 Wohnungen über mehrere Etagen mit sechs farbig gestalteten Treppenhäusern verteilt.
Das Haus wurde 1957 von Oscar Niemeyer als Teil von Interbau errichtet, einem Nachkriegsprojekt zur Wohnversorgung mit Beiträgen von 48 internationalen Architekten. Diese Initiative markierte den Beginn eines neuen Ansatzes zur modernen Wohngestaltung in der Nachkriegszeit.
Die Fassade zeigt brasilianische Gestaltungsmerkmale wie Loggien, schräge Säulen und geometrische Muster, die europäische und südamerikanische Baustile verbinden. Besucher können diese Mischung aus verschiedenen Kulturen in den Details der Außengestaltung und der offenen Wohnbereiche unmittelbar erleben.
Das Gebäude befindet sich in einem Wohnviertel und ist für Fußgänger leicht zugänglich, mit guter Aussicht auf alle architektonischen Details von außen. Besucher sollten tagsüber kommen, um die farbigen Mosaiken und die Terrassengestaltung vollständig zu schätzen.
Ein auffälliger gepunkteter Aufzugsturm ragt aus dem Hauptgebäude heraus und verleiht dem Projekt eine spielerische Note. Die abnehmbaren orange Markisen und Maschengeländer an den einzelnen Apartmentterrassen zeigen experimentelle Details, die Niemeyer selten in seinen anderen Werken wiederholte.
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