Eternit-Haus, Architekturdenkmal im Hansaviertel, Berlin.
Das Eternit-Gebäude ist eine Wohnanlage im Hansaviertel mit verglasten Flächen, diagonalen Pultdächern und farbigen Paneelen an der Fassade in der Altonaer Straße. Das Erdgeschoss fungiert als Ausstellungsfläche mit Glasssteinen, während Bewohner ihre Wohnungen über einen langen Laufgang auf der Nordseite erreichen.
Der Architekt Paul G. R. Baumgarten entwarf das Gebäude 1957 für die Internationale Bauausstellung und nutzte eine Stahlbetonkonstruktion mit Querwänden. Dies war Teil einer umfassenden Nachkriegsvisionen für modernes Wohnen in der Stadt.
Das Gebäude zeigt die Wohnweise nach dem Krieg durch seine Materialwahl und Raumaufteilung. Die sieben Maisonette-Wohnungen mit Studios im obersten Geschoss prägen das Bild des Viertels und zeigen, wie Menschen damals in der Stadt leben wollten.
Das Gebäude ist am besten von außen zu sehen, da es sich um Privatwohnungen handelt und die Innenräume nicht frei zugänglich sind. Wer die Architektur bewundern möchte, kann um das Gelände herumgehen und die unterschiedlichen Blickwinkel auf die Fassade und Dachform nutzen.
Jede Wohnung hat eine Fläche von etwa 95 Quadratmetern und erstreckt sich über zwei Ebenen mit eigenen Dachterrassen statt traditioneller Gärten. Dies war eine innovative Antwort auf die Knappheit von Grünflächen in dicht bebauten Stadtteilen der Nachkriegszeit.
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