Krietschmühle, Kulturerbe Mühle in Wurzen, Deutschland
Die Krietsch-Mühle ist ein industrielles Mühlenensemble in Wurzen, Sachsen, das aus mehreren Gebäuden aus verschiedenen Bauphasen besteht. Die markanten Industriebauten stammen überwiegend aus dem späten 19. und frühen 20. Jahrhundert, darunter ein Getreidespeicher mit ehemaliger Gleisanbindung.
Johann Friedrich Krietsch gründete den Betrieb 1847 zunächst als kleine Ölmühle und baute ihn schrittweise zu einem größeren Getreideverarbeitungsbetrieb aus. Nach 1949 wurde er als VEB Lebensmittelwerk Albert Kuntz weitergeführt und blieb bis nach der Wende ein bedeutender Industriestandort.
Die Krietsch-Mühle war lange Zeit ein zentraler Arbeitsort in Wurzen und prägte den Alltag vieler Familien in der Stadt. Noch heute sind die erhaltenen Industriegebäude ein sichtbares Zeugnis davon, wie sich die Arbeitswelt in dieser Region im Laufe des 19. und 20. Jahrhunderts veränderte.
Das Gelände lässt sich gut von außen besichtigen, und die Industriegebäude sind von der Straße aus gut einsehbar. Der Zugang zu einigen Bereichen kann eingeschränkt sein, daher empfiehlt sich festes Schuhwerk.
Der Architekt Max Fricke, der für das charakteristische Erscheinungsbild mehrerer Gebäude verantwortlich zeichnet, entwarf auch andere Industriebauten in der Region und prägte damit ein erkennbares Bild der sächsischen Fabrikarchitektur jener Zeit. Wer die Fassaden genau betrachtet, kann die Handschrift dieses Stils noch heute erkennen.
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