Krietschmühle, Kulturerbe Mühle in Wurzen, Deutschland
Die Krietsch-Mühle ist ein Getreidemühlen-Komplex in Wurzen mit markanten Industriegebäuden aus dem frühen 20. Jahrhundert, die der Architekt Max Fricke entwarf. Die Anlage besteht aus mehreren Strukturen, darunter ein Getreidespeicher mit direktem Gleisanschluss, der 1893 gebaut wurde, um die Rohstofflieferungen zu optimieren.
Johann Friedrich Krietsch gründete die Anlage 1847 als kleine Oelmühle und entwickelte sie später zu einer großen Getreidemühle mit mehreren Produktlinien aus. Nach 1949 wurde sie unter dem Namen VEB Lebensmittelwerk Albert Kuntz betrieben und beschäftigte Hunderte von Arbeitern für die DDR-Wirtschaft.
Die Mühle war ein wichtiger Arbeitsplatz für die Stadt und zeigte, wie Wurzen sich vom Handwerk zur Fabrikarbeit entwickelte. Menschen aus der Region kamen hierher, um in der Getreideproduktion zu arbeiten, was das tägliche Leben der Stadt für Jahrzehnte prägte.
Das Gelande kann von außen besichtigt werden und zeigt die industrielle Architektur aus verschiedenen Phasen der Fabrikentwicklung deutlich. Gutes Schuhwerk ist empfohlen, da das Gelandes uneben sein kann und der Zugang zu einigen Bereichen eingeschrankt sein kann.
Wahrend der DDR-Zeit war die Mühle unter dem Namen VEB Albert Kuntz einer der großten Arbeitgeber in der Region und beschäftigte auf ihrem Hohepunkt fast 1000 Menschen. Dieser industrielle Umfang machte sie zu einem wirtschaftlichen Zentrum, das die Entwicklung der Stadt Wurzen über Jahrzehnte hinweg pragte.
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