Kreiskulturhaus Murchin, Kulturdenkmal in Murchin, Deutschland.
Das Kreiskulturhaus Murchin ist ein Haus der Kultur in Murchin mit T-förmigem Grundriss und Walmdach, das klassische Architekturelementen aus der sozialistischen Bauzeit der 1950er Jahre vereint. Der Bau bot in der Haupthalle Platz für etwa 450 Menschen und umfasst insgesamt rund 2000 Quadratmeter Nutzfläche.
Das Haus wurde zwischen 1952 und 1954 erbaut und war das größte Kulturpalast einer Maschinen- und Traktorenstation in der DDR. Es entstand während der frühen Phase des sozialistischen Aufbaus und stand für den Anspruch, Kultur auch im ländlichen Raum für die Bevölkerung zugänglich zu machen.
Das Gebäude beherbergt Wandmalereien, die die deutsch-ungarische Freundschaft darstellen, sowie ein Relief von Walter Bullert, das landwirtschaftliche Arbeiten durch vier Jahreszeiten zeigt. Diese künstlerischen Werke prägen das Innere des Hauses und spiegeln die Wertschätzung für Handwerk und Natur wider.
Das Gebäude ist heute nicht mehr für Besuche zugänglich, da es seit längerer Zeit leer steht und dem Verfall ausgesetzt ist. Es lohnt sich, das Außengebilde von außen zu betrachten, um die charakteristische Architektur des sozialistischen Aufbaus zu würdigen.
Das verlassene Gebäude diente 2021 als Filmkulisse für die deutsche TV-Serie 'Der Usedom-Krimi: Entführt'. Seine heruntergekommen Räume und die verfallende Fassade schafften die perfekte Atmosphäre für die Dreharbeiten der Krimiserie.
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