Schöninghsches Haus, Renaissancegebäude in Norden, Deutschland.
Das Schöningh-Haus ist ein dreigeschossiges Wohnhaus in Norden mit rot-weiß strukturierter Fassade, bei der rote Backsteine und helle Kalksteinsäulen abwechseln. Das Gebäude besitzt verzierte Kreuzstockfenster mit muschelförmigen Sandsteinkronen und einen aufwendig gestalteten Staffelgiebel.
Das Gebäude entstand 1576 als Kaufmannshaus für Egbert Crayers und erhielt seinen heutigen Namen erst 1869, als Wilhelm Peter Schöningh das Haus erwarb. Nach statischen Problemen in den 1960er Jahren wurden umfangreiche Restaurierungsarbeiten durchgeführt, um die Substanz zu sichern.
Die Sandsteindekoration am Staffelgiebel zeigt drei der zwölf Arbeiten des Herkules und spiegelt Renaissance-Architektur in Ostfriesland wider. Diese Darstellungen waren damals übliche Motive für wohlhabende Kaufmannshäuser.
Das Denkmal befindet sich an der Osterstraße 5 im Zentrum Nordens und ist leicht zu Fuß erreichbar. Der Zustand der Fassade kann je nach Wetterbedingungen und Lichteinfallswinkel unterschiedlich wirken, daher lohnt sich ein Besuch zu verschiedenen Tageszeiten.
Die muschelförmigen Kronen über den Fenstern sind ein seltenes Designmerkmal, das niederländische Handwerkstraditionen zeigt, die in Ostfriesland selten zu finden sind. Dieses Detail macht das Haus zu einem wertvollen Beispiel für kulturelle Verbindungen zwischen den Niederlanden und dieser Region.
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