Dree Süsters, Renaissancegebäude-Ensemble in Norden, Deutschland.
Das Dree Süsters ist ein Ensemble aus drei verbundenen Backsteinhäusern mit steil aufragenden Giebeln in Norden. Die Gebäude zeigen Steinornamente und charakteristische kreisförmige Segmente im Mauerwerk sowie Sandsteinbänder, die die Fassade prägen.
Das linke Gebäude stammt aus dem Jahr 1570, während die mittlere und rechte Struktur um 1630 entstanden und den Übergang von der Gotik zur Renaissance zeigen. Die Sandsteinbänder wurden im 17. Jahrhundert erneuert und trugen zu einer moderneren Erscheinung des Ensembles bei.
Jede Giebelfront schmückt eine dekorative Keramikplatte, darunter zwei ursprüngliche Delfter Platten und eine Harlingen Platte, die 1991 bei der Rekonstruktion angebracht wurden. Diese Platten zeigen, wie die Besitzer ihre Verbindungen zu Handelszentren in den Niederlanden zur Schau stellten.
Das rechte Gebäude wurde 1991 als Touristeninformationsstelle wiederaufgebaut, nachdem es 1963 für einen Parkplatz abgerissen worden war. Der Wiederaufbau ermöglicht es Besuchern, das Ensemble sowohl von außen als auch durch den funktionierenden Infoschalter im Inneren zu erkunden.
Die ursprünglichen Fensteranordnungen sind noch durch doppelte Entlastungsbögen erkennbar, die zeigen, wie die Räume innen strukturiert waren. Diese Details bieten einen seltenen Einblick in die mittelalterliche Bautechnik, die unter späteren Renovierungen verborgen blieb.
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