Norden, Hafenstadt in Ostfriesland, Deutschland
Norden ist eine ostfriesische Stadt an der Nordseeküste in Niedersachsen, die auf mehr als 100 Quadratkilometern Wohnviertel, Gewerbegebiete und Marschland verbindet. Die Ortsteile verteilen sich zwischen dem historischen Stadtkern mit seinen Backsteinbauten und den Außenbezirken, die bis an die Deiche heranreichen.
Die Siedlung wuchs im Mittelalter durch Seehandel und entwickelte sich zum Hafenort, der Waren zwischen dem Binnenland und den Schifffahrtswegen der Nordsee vermittelte. Während der frühen Neuzeit prägte die Brennerei Doornkaat seit 1806 die lokale Wirtschaft mit der Herstellung von Kornbränden.
Die Ludgerikirche trägt ihren Namen nach dem Friesenmissionar Liudger und zeigt den typischen Backsteinstil der norddeutschen Hallenkirchen mit ihrem wuchtigen Glockenturm. Besucher finden hier eine Orgel von Arp Schnitger, deren Klang die protestantische Kirchenmusiktradition der Region seit über drei Jahrhunderten prägt.
Die Bahnstation im Zentrum bietet InterCity- und Regionalzüge der Deutschen Bahn, die Verbindungen durch Niedersachsen und weiter nach Norddeutschland herstellen. Der Ort liegt nahe der Küste, sodass Besucher bei klarem Wetter die Deiche und das Wattenmeer ohne längere Fahrten erreichen.
Die Brennerei Doornkaat wandte seit ihrer Gründung 1806 ein Dreifachdestillationsverfahren für Korn an, das dem Schnaps seinen besonderen Charakter verlieh. Diese Methode war in der Region ungewöhnlich und trug zur Bekanntheit der lokalen Spirituosenproduktion bei.
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