Steinhaus, Historisches Steinhaus in Greetsiel, Deutschland
Das Steinhaus ist ein eingeschossiges Ziegelbauwerk in Greetsiel mit einer Dreiraumanordnung bestehend aus Küche, Halle und Eingangshalle. Die Räume sind durch Innenwände klar voneinander abgegrenzt und zeigen die kompakte Bauweise norddeutscher Wohnhäuser dieser Epoche.
Die Familie Cirksena ließ im späten 14. Jahrhundert zwei Steinhäuser in Greetsiel errichten. Das größere, das „olde huus“ (12,60 auf 11,50 m, 2 m dicke Mauern), entstand zwischen 1362 und 1388 an der Ostseite des Sielhafens zur Kontrolle des Hafens und wurde zum neuen Stammsitz der Familie. Das kleinere Haus am Westende der Wurtsiedlung (6,90 auf 4,60 m) diente als Statussymbol; um 1600 wurde es bis auf den Keller abgetragen und durch den heutigen, um 90 Grad gedrehten Bau ersetzt.
Der Name verweist auf den Bautyp des Steinhauses, obwohl es sich um einen Backsteinbau mit einem Turmhaus von etwa 1370 im Kern handelt. Die Cirksena errichteten es als Statussymbol am Ortseingang ihrer Siedlung, nicht zu Verteidigungszwecken. Seit 2021 nutzt die Ländliche Akademie Krummhörn-Hinte e.V. das Haus als Büro und Veranstaltungsort.
Seit 2021 nutzt die Ländliche Akademie Krummhörn-Hinte e.V. das Gebäude als Büro und Veranstaltungshaus. Es steht in Greetsiel, einem Ortsteil der Gemeinde Krummhörn im Landkreis Aurich in Niedersachsen. Zwischen 2004 und 2021 wurde das Haus auf seinen Zustand um 1600 zurückgeführt; die heute sichtbaren Räume und Fenster entsprechen dieser Phase.
Das Steinhaus begann um 1370 als kleines Turmhaus; sein Gewölbekeller aus dieser Zeit liegt unter dem späteren Backsteinbau. Der Keller ist mit Domikalgewölben überspannt, die durch Gurtbögen getrennt sind. Um 1600 wurde der Bau um 90 Grad gedreht und neu errichtet, sodass der heutige Giebel der Traufe des Vorgängerbaus entspricht.
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